Aktuelles

Die nächste Altenpflegeausbildung beginnt am 1. April 2018 und 1. Oktober 2018.

Altenpfleger/-innen in verkürzter Ausbildung auf Anfrage.

Info-Flyer

Ausbildung zur / zum

Altenpfleger/-in

Staatlich anerkannte/r Altenpfleger/in

Altenpflege ist neben der körpernahen Tätigkeit eine konzeptionelle und abwechslungsreiche Arbeit, die viel Kontakt mit den Menschen bietet.

  • Planung und Durchführung der Pflegemaßnahmen und der Pflegedokumentation
  • Direkte Pflege- und Betreuungstätigkeiten, darunter auch medizinisch-therapeutisch anspruchsvolle Tätigkeiten, wie z. B. Injektionen
  • Erstellen und Durchführen von Tagesgestaltungsangeboten
  • Erfassen und Auswerten der Bewohner- und Patientendaten in EDV-Systemen
  • Zusammenarbeit mit anderen Berufen, z. B. aus der Medizin und der Physiotherapie
  • Beratung von Angehörigen

Gesetzliche Grundlagen

Die Ausbildung erfolgt auf Grundlage des bundeseinheitlichen Gesetzes über Berufe in der Altenpflege (Altenpflegegesetz) sowie der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung.

1. Persönliche Voraussetzungen

  • Gute Wahrnehmungs- und Beobachtungsfähigkeit
  • Spaß am Umgang mit anderen Menschen und Einfühlungsvermögen
  • Schnelles Auffassungsvermögen
  • Fähigkeit, anderen Menschen zuhören zu können
  • Bereitschaft zur Persönlichkeitsentwicklung mit Reflexionsbereitschaft
  • Gute Deutschkenntnisse in Wort und Schrift
  • Verantwortungsbereitschaft und Team- und Konfliktfähigkeit
  • Respektvolle Umgangsformen

2. Gesetzliche Zugangsvoraussetzungen

  • Gesundheitliche Eignung
  • Realschulabschluss oder ein erfolgreicher Abschluss einer sonstigen zehnjährigen allgemeinen Schulausbildung 
  • Alternativ der Hauptschulabschluss und eine erfolgreich abgeschlossene, mindestens zweijährige Berufsausbildung oder die Erlaubnis zur Führung der Berufsbezeichnung "Altenpflegehelfer/in" oder "Krankenpflegehelfer/in"
  • Sofern ein Zeugnis nicht an einer deutschen Schule erworben wurde, sind zusätzlich umfassende deutsche Sprachkenntnisse und die deutsche Anerkennung des Schulabschlusses nachzuweisen

Ausbildungsziele

Ziel der Ausbildung ist die Fähigkeit zur selbstständigen, eigenverantwortlichen und ganzheitlichen Pflege einschließlich der Beratung, Begleitung und Betreuung alter Menschen.

Unser pädagogisches Ziel ist es, dass Sie lernen,

  • die Eigenverantwortung für ihre Ausbildung zu übernehmen,
  • den Lernprozess selbst aktiv und kritisch zu steuern,
  • berufliche Schlüsselqualifikationen zu erwerben, die zur Bewältigung unterschiedlichster beruflicher Situationen befähigen.

Ausbildung

Theoretische Ausbildung im Fachseminar

Wir bilden Sie fächerübergreifend und praxisnah aus. Die theoretischen Lerninhalte sind an den beruflichen Aufgaben und Handlungsabläufen in der Praxis orientiert. Lernfelder:

  • Pflege alter Menschen planen, durchführen, dokumentieren und evaluieren
  • Alte Menschen personen- und situationsbezogen pflegen
  • Bei der medizinischen Diagnostik und Therapie mitwirken
  • Alten Menschen bei der Tagesgestaltung unterstützen
  • Berufliches Selbstverständnis entwickeln

Praktische Ausbildung in Pflegeeinrichtungen

Wer eine Altenpflegeausbildung absolviert, lernt dort, wo andere leben!

Lernen und Ausbildung findet überwiegend in der Privatsphäre des hilfe- oder pflegebedürftigen Menschen in einer stationären oder ambulanten Pflegeeinrichtung statt. Weitere Ausbildungsabschnitte werden in geriatrischen und/oder gerontopsychiatrischen Einrichtungen absolviert.

In der Praxis werden Sie von weitergebildeten Praxisanleitungen ausgebildet und unterstützt. Die praktische Ausbildung erfolgt nach einem Ausbildungsplan und wird während der Praxisblöcke von den Lehrkräften des Fachseminars durch Pflegebesuche begleitet.  

Ausbildungsstruktur

Vollzeitausbildung

Dauer

3 Jahre, davon die ersten 6 Monate Probezeit

Ausbildungsstunden

mind. 4.600 Stunden

Theoretische Ausbildung

jährlich 3 bis 4 Ausbildungsblöcke mit durchschnittlich 36 Unterrichtsstunden pro Woche; Unterrichtszeiten zwischen 8.15 Uhr und 15:30 Uhr

Praktische Ausbildung

Die Einsätze umfassen mind. 2000 Stunden in stationären, ambulanten und teilstationären Einrichtungen der Altenhilfe sowie mind. 500 Stunden in geriatrischen Fachabteilungen der Krankenhäuser und anerkannten gerontopsychiatrischen Abteilungen von Altenhilfeeinrichtungen bzw. Krankenhäusern.

Verteilung der Theorie- und Praxisphasen

Theoretische Ausbildungsblöcke wechseln sich mit praktischen Ausbildungsblöcken ab.

Urlaub

nach Tarif in den Praxisphasen zu nehmen

 

Staatliche Abschlussprüfung

Die Staatliche Abschlussprüfung besteht aus einer praktischen, schriftlichen und mündlichen Prüfung.

Ausbildungsfinanzierung

Die Ausbildung wir entweder vom Land NRW oder durch die für Sie zuständige Arbeitsagentur oder das JobCenterArge mit Bildungsgutscheinen gefördert.

Bewerbungsverfahren

Wenn Sie uns kennenlernen wollen, nehmen Sie an unserem Bewerbungsverfahren teil. Schicken Sie uns folgende Bewerbungsunterlagen zu:

  • Bewerbungsanschreiben
  • Lebenslauf
  • Kopie des Schulabschlusszeugnisses
  • Nachweis beruflicher Tätigkeiten bzw. absolvierter Praktika

Ab Jahresbeginn führen wir regelmäßig (ca. alle 4 Wochen) ein Auswahlverfahren und Bewerbungsgespräche durch.

Parallel müssen Sie sich bei Pflegeeinrichtungen um einen praktischen Ausbildungsplatz bewerben. Hier finden Sie unsere Kooperationspartner (PDF Liste Kooperationspartner hinterlegen)

Ausbildungsvertrag

Sie benötigen einen Ausbildungsvertrag mit einer Pflegeeinrichtung, der von dem Fachseminar gegengezeichnet werden muss. Dieser Vertrag sichert Ihnen die Ausbildungs-vergütung, sofern Sie nicht Leistungen der Arbeitsagentur in Anspruch nehmen können (Bildungsgutschein).

Ausbildungsvergütung (Stand: 31.01.2017)

  • 1. Ausbildungsjahr: ca. 1.040,69 €*
  • 2. Ausbildungsjahr: ca. 1.102,07 €*
  • 3. Ausbildungsjahr: ca. 1.203,38 €*

* Änderungen gem. Tarifvertrag möglich.

Was können Sie von uns erwarten?

  • Intensive Lernbegleitung und –beratung während der theoretischen und praktischen Ausbildungsphasen durch das qualifizierte Mitarbeiterteam des Fachseminars
  • Enge Lernortkooperation zwischen Fachseminar und praktischen Ausbildungsträgern
  • Gute Lernatmosphäre und –bedingungen in multikulturellen Kurse
  • Exkursionen wie der Besuch von Pflegemessen
  • Projekte mit und in Altenhilfeeinrichtungen  im Rahmen von Fest- und Ausflugsgestaltung, Milieugestaltung oder Gedächtnistraining
  • Projekt zur Gesundheitsförderung
  • Bewerbungstraining und praktische Unterstützung beim Berufseinstieg
  • Das Fachseminar trägt die Gesamtverantwortung für die Ausbildung

Unsere Empfehlung – Machen Sie ein Praktikum

Bevor Sie sich für die Altenpflegeausbildung entscheiden, sollten Sie ein Kurzpraktikum in einer Pflegeeinrichtung absolvieren. Sie begegnen den alten Menschen, die der Hilfe und Unterstützung bedürfen, und den Pflegekräften, die vielleicht Ihre Kollegen werden. Sie sammeln wertvolle Erfahrungen in der alltäglichen Pflege wie auch im Umgang mit den Menschen. So lernen viele Altenpflegeauszubildende ihren zukünftigen praktischen Ausbildungsträger kennen. 

Verkürzte Altenpflegeausbildung

Mit bestimmten Berufsabschlüssen können Sie die Altenpflegeausbildung vielleicht verkürzen.

Folgende Berufsgruppen haben die Möglichkeit, eine verkürzte Altenpflegeausbildung zu beginnen:

  • Altenpflegehelfer/innen/Krankenpflegehelfer/innen um bis zu 1 Ausbildungsjahr, wenn Sie die Ausbildung mit mind. „befriedigend“ abgeschlossen haben.
  • Familienpfleger/innen: Bei der Familienpflegeausbildung sind 8 bis 16 Monate (max. 840 Stunden theoretische Ausbildung) anrechenbar, wenn Sie praktische Ausbildungs-stunden im Zusammenhang mit Ihrer Abschlussprüfung abgeleistet habe und nach-weisen können. Haben Sie bisher nicht in der Altenpflege gearbeitet, können max. 8 Monate angerechnet werden.
  • Heilerziehungspfleger/innen um bis zu 2 Ausbildungsjahre
  • Heilerziehungspflegehelfer/innen um bis zu 1 Ausbildungsjahr
  • Heilerziehungshelfer/innen um bis zu 1 Ausbildungsjahr

Grundsätzlich gilt: Sie müssen einen Antrag auf Verkürzung der Ausbildung mit einer positiven Stellungnahme des Fachseminars bei der Bezirksregierung Arnsberg stellen. Es muss dabei gewährleistet sein, dass Sie das Ausbildungsziel erreichen können. 

Der Einstieg in die verkürzte Ausbildung wird von unserem Team intensiv begleitet, um Ihnen als geeignetem Bewerber den Einstieg zu erleichtern.

Mögliche Arbeitsfelder

Ambulante Betreuungs- und Pflegeangebote

Teilstationäre Betreuungs- und Pflegeangebote

Stationäre Betreuungs- und Pflegeangebote

Sozialstationen und ambulante Pflegedienste

Tagespflege

Alten- und Pflegeheime

Betreutes Wohnen oder Service - Wohnen

Nachtcafé und Nachtpflege

Krankenhäuser mit gerontopsychiatrischen Stationen

Ambulanter Hospizdienst

Kurzzeitpflege

Geriatrische Rehabilitations-einrichtungen

Ambulant betreute Wohngemeinschaften

Geriatrisch - rehabilitative Tageskliniken

Stationäre Hospize

Quelle: „Komm ins Team“ Bundesministerium Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Berufliche Perspektiven

  • Altenpflege biete für die Mitarbeiter vielfältige und interessante Perspektiven wie z.B.
  • Wohnbereichsleitung
  • Pflegedienstleitung
  • Heimleitung
  • Fachschwester/Fachpfleger für Geriatrie/Gerontopsychiatrie
  • Experte für Wundmanagement
  • Praxisanleiterin/Praxisanleiter
  • Case-Management
  • Studium der Pflegewissenschaften, Pflegemanagement oder Gesundheitsökonomie
  • Studium der Berufspädagogik

Weiterführende Links

Ausführliche Informationen über den Beruf finden Sie hier

Hier finden Sie Lehrpläne und Ausbildungsgesetze

Haben Sie noch Fragen?

Wir sind für Sie erreichbar:

  • Montags bis Donnerstags von 8.00 Uhr bis 16.00 Uhr
  • Freitags von 8.30 Uhr bis 13.00 Uhr

Ihre Ansprechpartnerin ist die Schulleiterin Frau Cornelia Schnittger, die unter der Telefonnummer 0231/45 99 031 zu erreichen ist.

Wohin können Sie Ihre schriftliche Bewerbung schicken?

Deutsches Rotes Kreuz
Kreisverband Dortmund e.V.
Fachseminar für Altenpflege
Niergartenstr. 15
44269 Dortmund

Bewerbungen werden jederzeit entgegengenommen!

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