Wie arbeiten wir?

Das Prinzip der Einheit heißt konkret, dass in jedem Land das höchste entscheidende Organ der jeweiligen Rotkreuz- oder Rothalbmondgesellschaft verantwortlich ist für das, was im Namen der Rotkreuz-Bewegung geschieht.

Dieses Organ ist in der Regel die Vertretung aller Mitglieder, beim DRK ist dies die Bundesversammlung. Sie hat in der DRK-Satzung (§ 2, Abs. 5 und 6) Aufgaben und Zuständigkeiten in Bezug auf die DRK-Auslandshilfe geregelt:

 

  • Das DRK leistet Hilfe für die Opfer von bewaffneten Konflikten, Naurkatastrophen und anderen Notsituationen, fördert die Entwicklung anderer RK/RH-Gesellschaften im Rahmen der Statuten der RK/RH-Bewegung und unterstützt die Verbreitung des Humanitären Völkerrechts und der Grundsätzen der RK/RH-Bewegung.
  • Der Bundesverband, genauer das Generalsekretariat (GS), ist für die Vertretung gegenüber den Organisationen der RK/RH-Bewegung, für die internationale Zusammenarbeit, einschließlich der internationalen Katastrophenhilfe und Entwicklungszusammenarbeit, und die richtige Verwendung des Rotkreuz-Zeichens zuständig.
  • Die DRK Mitgliedsverbände können, mit Zustimmung des Bundesverbandes, Partnerschaften mit regionalen und lokalen Gliederungen anderer RK/RH-Gesellschaften aufbauen.

 

Aus den Prinzipien der Einheit und der Universalität ergibt sich, dass in jedem Land die Nationale Rotkreuz- oder Rothalbmondgesellschaft ihre Strategie und ihre Projekte selbst entwickelt.

Andere Rotkreuz- oder Rothalbmondgesellschaften respektieren diese Verantwortung und unterstützen die Schwestergesellschaft bei der Umsetzung der Strategie und der Projekte.

Wenn die humanitäre Not in einem Land die Kapazitäten einer Schwestergesellschaft übersteigt und diese Gesellschaft mehr helfen möchte als sie kann, wendet sie sich an andere Rotkreuz- oder Rothalbmondgesellschaften, die Föderation und/oder das IKRK mit der Bitte um Unterstützung.

Grundsätzlich hat die Nationale Gesellschaft in jedem Land die Hoheit und bestimmt bilaterale und multilaterale Kooperationen mit der Bewegung. Dies ist vor allem der Fall bei langfristigen Kooperationen in Projekten der Entwicklungszusammenarbeit.

Das "Sevilla Abkommen" und die ergänzenden Vereinbarungen regeln innerhalb der Rotkreuz-Bewegung, welche Organisation in welcher Notlage die Koordination der Rotkreuz- und Rothalbmondaktivitäten im Land übernimmt.

Im Fall von Naturkatastrophen koordiniert die Nationale Gesellschaft gemeinsam mit der Föderration alle Maßnahmen. In bewaffneten Konflikten übernimmt das IKRK die Koordination,  immer in Kooperation mit der Nationalen Gesellschaft.