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13.01.2020
Weltkriegsbombe beim DRK erfolgreich entschärft

Ein Blindgänger auf dem Hof der DRK Kreisgeschäftsstelle wurde am Sonntag, den 12. Januar 2020 durch den Kampfmittelbeseitigungsdienst der Bezirksregierung Arnsberg erfolgreich entschärft.


Die Entschärfung von insgesamt vier Weltkriegsbomben im Bereich des Klinikviertels wurde seit mehreren Wochen seitens der Stadt Dortmund geplant. Etwa 14.000 Bürgerinnen und Bürger, sowie Patienten von drei Krankenhäusern der Maximalversorgung und drei Altenheime mussten evakuiert werden.

Nach Begutachtung der Bombenverdachtspunkte konnte der Kampfmittelbeseitigungsdienst nur zwei Punkte bestätigen, einer davon im Hof der Kreisgeschäftsstelle. Die umfangreichen Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung und Patienten unter Leitung der Feuerwehr Dortmund mussten weiterhin aufrechterhalten werden.

Die ehren- und hauptamtlichen Mitarbeiter vom Roten Kreuz waren vielfältig in diesem Einsatz eingebunden. Schon in den letzten Tagen wurde der Regelrettungsdienst der Stadt Dortmund mit einem weiteren Rettungstransportwagen unterstützt. Am Samstag und Sonntag wurde diese Unterstützung nochmals mit zusätzlichen Rettungstransport- und Krankenwagen aufgestockt. Die Betreuungsstelle der Stadt Dortmund in der Gesamtschule Scharnhorst unter Leitung der Johanniter Unfallhilfe, die für mehr als 1.000 betroffene Bürger vorbereitet war, unterstützte das DRK Dortmund mit einem Zugführungstrupp, einer Betreuungsgruppe, sowie einem Trupp Technik und Sicherheit der Einsatzeinheit NRW.

Die Sondereinsatzgruppe Rettungsdienst des DRK Dortmund (SEG), welche kurzfristig den Regelrettungsdienst der Stadt Dortmund unterstützt war in diesem Sonntag in „Sitzbereitschaft“ im Ausbildungszentrum der Feuerwehr Dortmund stationiert. Die 18 DRK Helferinnen und Helfer der SEG wären im Schadensfall mit den ersten Löschzügen unverzüglich ausgerückt. Um die Zeit des Wartens zu überbrücken haben die Dozenten der Berufsfachschule Rettungsdienst des DRK die SEG Mitglieder in „Beatmungsformen“ mit den aktuellen Beatmungsgeräten vertraut gemacht.

Durch den unterstützenden Einsatz des DRK Kreisverband Eimsbüttel e. V. aus Hamburg konnte der Sanitätswachdienst beim ADAC Supercross in den Dortmunder Westfalenhallen uneingeschränkt sichergestellt werden. Die Rotkreuzler aus Dortmund waren an diesem Wochenende im Rahmen des Katastrophenschutzes bei der Evakuierung eingebunden. Die Teamarbeit im Deutschen Roten Kreuz ermöglichte die kurzfristige Unterstützung aus Hamburg. Die Kameraden vom DRK Kreisverband Eimsbüttel waren beim DRK Ortsverein Hörde untergebracht und waren von der Gastfreundschaft und Unterbringung sehr angetan.

Um diese unterschiedlichen Einsatzschwerpunkte zu koordinieren, hat sich in der Arndtstraße (DRK Ortsverein 2 e. V.) der Einsatzstab des DRK Kreisverbandes unter der Leitung von Herrn Marc Schröer und Herrn Markus Ackerschott konstituiert.

Die Bundesbereitschaftsleitung aus dem Generalsekretariat des Deutschen Roten Kreuzes nutzte die Tagung in Wuppertal, um am Sonntag nach Dortmund zu kommen und sich die Einsatzlage persönlich anzuschauen. In vielen Gesprächen bedankten sich unter anderem Martin Bullermann (Bundesbereitschaftsleiter) und Tanja Knopp (Bundesbereitschaftsleiterin) bei den vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern.

Da Betreuungseinsätze in dieser komplexen Art nicht regelmäßig stattfinden, hatte das DRK Generalsekretariat die Gelegenheit genutzt wissenschaftliche Mitarbeiterinnen zu diesem Einsatz zu entsenden. Dank der Feuerwehr Dortmund konnte die Stabsarbeit auf der Feuerwache 1 begleitet werden.

Durch die kompetente Arbeit des Kampfmittelbeseitigungsdienstes wurden die beiden Weltkriegsbomben erfolgreich unschädlich gemacht. Die Schutzmaßnahmen für die Bevölkerung und Patienten konnten zurückgenommen werden. Der DRK Kreisverband Dortmund e. V. kann jetzt sein ursprüngliche Absicht, den Bau eines Fahrstuhles zum barrierefreien Erreichen der Kreisgeschäftsstelle, wieder in Angriff nehmen. 


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